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Neue Touristenpfarrerin St. Lorenz

Die neue Touristenseelsorgerin an St. Lorenz stellt sich vor

Zum 1. März 2009 wird Pfarrerin Susanne Bammessel ihre neue Aufgabe in der Gäste- und Touristenseelsorge an der Lorenzkirche beginnen.


Ein freundliches „Grüß Gott“
allen, die in der Nürnberger Innenstadt unterwegs sind. Straßenleben und heiliger Raum liegen in St. Lorenz nur einen Schritt weit auseinander.
Diesen Schritt mitzugehen mit Touristen und anderen, die in der Lorenzkirche „on tour“ sind, das möchte ich gerne tun. Denn es ist, bei aller Offenheit dieses Kirchenbaus, eben auch ein äußerst sprechender „heiliger Raum“. Sei es, dass die Stille zu einem spricht, oder ein bestimmtes Kunstwerk, mit dem jemand, vielleicht seit Jahren schon, innere Zwiesprache hält.
Sei es die Orgel, der Atem einer Kirche, sei es das gute Wort einer Kirchenführerin, eines Kirchenführers. Immer werden die Kirche als Insel der Ruhe einerseits und ihre Gäste mit allem Leben, das sie mitbringen, andererseits in ein Gespräch treten.
Ich selbst freue mich darauf, viele noch unentdeckte Schätze in dieser Kirche zu suchen. Gerne lasse ich mir dabei von den vielen ehrenamtlichen Kirchenführerinnen und Kirchenführern, Turmführerinnen und Turmführern helfen. Denn obwohl in Nürnberg geboren, ist mir klar, dass ich sehr viel Neues hören und sehen werde. Der Erfahrungsschatz der ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden ist für mich als „Neue“ sehr wichtig. Danke allen, die mich daran bereits haben teilhaben lassen.

Zu meiner Person: Ich bin 43 Jahre alt, habe in den Nürnberger Gemeinden St. Jobst, Gostenhof, Dreieinigkeit und in der „Offenen Tür – Cityseelsorge an St. Jakob“, ehren- und hauptamtlich als Pfarrerin gearbeitet. Ich bin verheiratet mit Michael Bammessel, Stadtdekan in Nürnberg. Wir haben vier Kinder, drei Jungs und ein Mädchen im Alter von 13, 12, 7, und 3 Jahren. Momentan mache ich einen KSA-Kurs (Klinische Seelsorge Ausbildung am Klinikum Nürnberg/Nord), der im Mai 2009 zu Ende sein wird. Mein jüngster beruflicher Schwerpunkt in der Seelsorge wird mir als Touristenseelsorgerin zugute kommen.

Ich schreibe diese Vorstellung am ersten Tag des Neuen Jahres 2009 und freue mich auf diese Kirche und ihre Menschen aus der Ferne und der Nähe.

INFOBOX
OFFENER BRIEF:

Wie es wäre, wenn sich der Kirchenpatron Laurentius einmal selbst bei all denen bedanken würde, die in seiner Lorenzkirche mithelfen und mitarbeiten, besonders im letzten halben Jahr, in dem die Gäste- und Touristenpfarrstelle vakant war? Jetzt wird die Stelle wieder neu besetzt und der Heilige Lorenz freut sich sehr darüber. Er schreibt:

Liebe Frau Bammessel,

700.000 Menschen laufen jedes Jahr durch die Kirche, die meinen Namen trägt. Sechzig Kirchenführerinnen und Kirchenführer, eine stattliche Anzahl an Turmführern,
ein Team von Hauptamtlichen und eine Kirchengemeinde kümmern sich um „meine“ Kirche mit allen ihren Möglichkeiten und Herausforderungen – und warten auf Sie. Fasziniert oder erschlägt Sie das? Wahrscheinlich beides – oder? Ja, ich weiß schon, Ihnen ist die große Aufgabe bewusst – und ich habe ja Ihre Freundlichkeit, Kompetenz und Ihr Gottvertrauen schon erlebt. Und genau das brauchen Sie und wir hier. Viele freuen sich schon auf Sie.

Und wissen Sie, was für einen Schatz Sie an Ihrer Seite haben? Sechzig Kirchenführer und Kirchenführerinnen und dazu einen Beirat, der in der Vakanzzeit die Führungen und was sonst anstand gemeinsam mit der Sekretärin Gertraud von Hof selbstständig gemanagt hat. Die Lorenzer Kirchengemeinde ist sehr dankbar für das verantwortliche Mithelfen der Menschen, die ‚meine’ Kirche lieben und ihr Zeit und Kraft schenken. Deshalb ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die diesmal mitgeholfen haben!

Und auch der Kirchenvorstand kann es kaum erwarten, dass Sie anfangen. Natürlich wollen die Menschen, die in meine Kirche kommen, eine freundliche und offene Kirche erleben, aber da ich nicht überall sein kann, passiert schon auch mal einiger Unfug. Nicht oft, aber immer mal wieder. Es wäre super, wenn Sie ein Präsenzteam in der Kirche aufzubauen könnten, das auf unsere Kirche ansprechbar wäre und Auskünfte geben könnte – und das eben dieses freundliche St. Lorenz verkörpert.

Ich bin auf jeden Fall dabei – und da Sie fast so viel und so schön lächeln wie die schöne Madonna freue ich mich darauf, Sie in meiner Kirche begrüßen zu dürfen.
Mit geschwisterlichen Grüßen und auf ein gutes Mit-
einander, schließlich werden wir ja viele Stunden miteinander verbringen

Ihr Diakon Laurentius,
derzeitig ausgeübter Beruf: Kirchenpatron
(Text: Dr. Jürgen Körnlein)

(Text: Susanne Bammessel, Bild: privat)

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