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Hilfe für den Kongo Citykirche

Hilfe für den Kongo

Evangelisch-Lutherische Kirche in der Demokratischen Republik Kongo.
Eine Partnerschaft der Nürnberger Prodekanate Mitte und Nord


Besucher der Lorenzkirche sind manchmal überrascht, am zweiten Pfeiler des Langhauses eine kleine Opferbüchse zu finden, auf der steht: HILFE FÜR DEN KONGO. „Warum gerade für dieses Land?“ mag man sich fragen. „Es gibt doch viele Länder, die unsere Hilfe brauche können.“ Die Erklärung steht auf einer Tafel daneben. Seit 1985 besteht eine Partnerschaft zwischen der kleinen lutherischen Kirche im Osten des riesigen Landes und dem Dekanat Nürnberg Mitte-Nord. Hervorgegangen ist diese Kirche nicht aus der Missionierung europäischer Kirchen, sondern weil Menschen im Osten des Kongos evangelische Radiosendungen aus dem benachbarten Tansania hörten und von der dort verkündigten Botschaft getroffen waren. Kontakte zum Ursprungsland der Reformation wurden geknüpft, Partnerschaften geschlossen, Besuche aus dem Kongo und in den Kongo gemacht. Außer in Nürnberg gibt es Partnergemeinden in Feuchtwangen, Hamburg, Neumünster. Wir konnten aus Deutschland helfen, wenn es um Bau und Unterhalt von Kirchen und Schulen oder um die Unterstützung sozialer Aufgaben ging, etwa um Werkstätten, Frauenzentren und Hilfe für Strafgefangene, die keine familiäre Hilfe haben. Pfarrer werden an einer kleinen Hochschule ausgebildet, die materielle und personelle Hilfe aus Deutschland erfährt. Besucher aus Deutschland kehren mit tiefen Eindrücken zurück. Sie erleben, wie aus Glaube und Gottvertrauen Stärke und Lebensfreude auch in schwierigen Situationen erwachsen. Dass das Leben im Kongo nicht leicht ist, das hören und sehen wir fast täglich in Nachrichten und Korrespondentenberichten. Uns fällt es schwer, uns ein Urteil über das Land zu bilden. Ist unser Blick nicht allzu sehr von Europa aus bestimmt? Wer kann ein Bild vermitteln?

Daher die Einladung zu folgender Veranstaltung:
Vom 10. bis 12. Februar tagt in Nürnberg der gesamtdeutsche Arbeitskreis Kongo. Vertreter der genannten Partnergemeinden, sowie aus Ungarn treffen sich hier. Im Rahmen der Tagung findet eine öffentliche Veranstaltung statt. Frau Pfarrerin Reinhild Schneider hat 15 Jahre im unruhigen Nordosten des Kongo gearbeitet. Sie teilt ihre weitgespannten Erfahrungen in einem reichen armen Land mit.

Freitag, 10. Februar 2012, 19.30 Uhr
Gemeindehaus St. Johannis, Palmplatz 13

Dazu ergeht herzliche Einladung.

(Text: Hans-Martin Hagen, Bild: Prodekanat)

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